Am Gebirgsrücken der Costières de Nîmes schlängelt sich die Landstraße zum Château Mourgues du Grès. Das Weingut erstreckt sich über 65 Hektar Terrassen und Hänge im südlichsten Tal der Rhône.

Das Terroir hier wird bestimmt durch die " grès ", eiszeitlich rund geschliffene Kiesel. Das Privileg dieses Weinbergs ist die Ausrichtung an der sanften Hanglage der Costières nach Süden, inmitten von Obstanbau und der wilden Heidelandschaft der Garrigue.

" SINE SOLE NIHIL " - " Ohne Sonne nichts " ist der Leitspruch des Weinguts Mourgues du Grès, der auch die Sonnenuhr im Hof des alten Landhaus schmückt.

François Collard ist Önologe und Agraringenieur. Zusammen mit seiner Frau Anne leitet er das Weingut im Familienbesitz.

In Weinberg und Kellertechnik bringt er die Tradition mit Fortschritt und Modernität zusammen, damit die Rebe und das Terroir in ihrer Vielfalt zu ihrem natürlichen Ausdruck kommen. Dabei sucht François Collard in seinen Weinen Frucht, Frische, Eleganz und Dichte herauszuarbeiten.

Die Qualität und Originalität dieser Weine finden ihre Würdigung in zahlreichen professionellen Weinführern: Robert Parker, The Wine Spectator, Gerhard Eichelmanns Weinzeitschrift Mondo 54, Bettane & Dessauve Revue du Vin de France, Guide Hachette, Gault Millau…

Die Auswahl unserer Weine

Unsere Weißen

Galets Dorés
Besteht aus Grenache Blanc, Roussanne und Vermentino. Vereint Frucht und Frische. Zitrusnote, weiße Blüten und etwas Mineral. Kühl servieren mit 10°.
Serviervorschlag :
Begleitet Aperitif, Brandade de Morue, Seebohnen, weißes Fleisch (Schweinebraten mit Ananas) und Käse (Cantal, Schafskäse mit Honig…).

Unsere Rosés



Fleur d’Eglantine

Diese Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan verdankt ihren Namen (Hagebuttenblüte) ihrer Farbe und der Frische ihrer Aromen (rote Beeren, Birne). Lebhafter, leckerer Rosé. Er passt zum Aperitif und über ein ganzes Menü hinweg.
Mit 9° zu gegrilltem Fisch (Thunfisch, Barsch), exotischer Küche, Paella, Currymuscheln, süß-salzigen Speisen wie Schweinebraten mit Ananas, Huhn à l’Orange, Tarte à la Tomate… servieren.

Unsere Rotweine



Les Galets Rouges

Syrah und Grenache mit Mourvèdre und Carignan. Rote Früchte und milde Gewürze (Süßholz). Die Gerbstoffe gehen auf in der Harmonie dieses Weins.
Kühl serviert mit 15° zu gefiedertem Wildbret (Taube und Ente), aber auch zu Entrecôte, Tajine und Käse (reifem Gorgonzola oder frischem Ziegenkäse) kann er seinen Geschmack voll entfalten. Er lässt sich bis zu drei Jahren alt genießen.

Vom Weinberg zum Wein



Die Appellation Costières de Nîmes liegt im südlichen Teil des Rhônegletschers, von daher ihre Zugehörigkeit zum Weinbaugebiet des Rhônetals. Die Weine sind geprägt von den Eigenheiten des Mittelmeerklimas.

Das Wasser
Die Rhône, nur wenige Kilometer entfernt, hat die steinigen Böden des Quartärs geformt. Daraus resultiert ein außergewöhnliches Terroir aus Kieseln (Gres), die auf Lehm-Kalk-Schichten ruhen. So schöpfen die Rebstöcke aus der Tiefe Frische und Feuchtigkeit - daher rührt die Ausgeglichenheit der Weine selbst in trockeneren und heißeren Jahrgängen.
Die Sonne
Stets präsent, sichert sie die optimale Reife der Trauben. Unsere Devise " Sine Sole Nihil " (Nichts ohne Sonne) steht für unsere Suche danach, optimale Reife mit der Harmonie des Weins in Einklang zu bringen.
Der Wind
Der Mistral ist unser bester Verbündeter für eine die Umwelt respektiertiernde Landwirtschaft. Sein trockener und kalter Wind verringert die Feuchtigkeit, die häufig die Ursache für Krankheiten sein kann. Verbunden mit dem systematischen Ausdünnen des Weinlaubs ermöglicht er eine bessere Belüftung der Trauben. Und die ersten Sonnenstrahlen tun ihr Übriges, um den Tau zu trocknen.
Der Stein
Die Kiesel schützen den Boden vor Austrocknung und bringen einen Hauch von Frische und Mineral in die Verkostung. Diese Mineralstoffe sind die Seele der Weine unserer Domaine. So zeigt das Sortiment der " Galets " den vollen Umfang unseres Terroirs. Die Färbungen der Kiesel reflektieren gleichermaßen die Farben unserer Weine als Weiß, Rosé und Rot.

Unsere Böden und Lagen

Die Lage der Domaine, mit Hanglagen und Hochflächen, umfasst sehr verschiedene Böden:
  • kalkhaltiger lehmiger Mergel, stärker vertreten in den Hanglagen der " Terre d'Argence "
  • runder Kiesel, überall präsent in den Hochflächen für die " Galets "
  • Schichtungen mit mehr durchlässigen Böden am Fuße der Hanglagen
  • teilweise Schiefer aus der Kreidezeit für ein Terroir mit etwas mehr " Frische "

    Diese Verschiedenheit der Böden gibt dem Wein unterschiedliche Prägungen, die durch die Zusammenstellung (blendings) der Weine in der Weinbereitung vervollkommnet werden. Die Weinberge liegen zum größeren Teil in Hanglagen und Terrassen. Sie profitieren von der vollen Ausrichtung nach Süden. Für den Anbau der Weißweinrebsorten hingegen wurde die Ausrichtung nach Norden gewählt, auf kieselhaltigem Sandstein und Kalkböden, die dem Mistral ausgesetzt sind. Dadurch beziehen die Weine ihre ganze Frische.

    Der Weinberg

    Die Vielfalt der Terroirs und die Fülle an Rebsorten gibt den Weinen ihre Komplexität und Originalität.

    Für die Weißen
    Noten von Zitrus und Mineral beim Grenache Blanc. Blumige Aromen und Lebendigkeit bei der Roussanne. Aromatische Fülle (Pfirsich, Aprikose), Farbe und Substanz beim Viognier. Duft und Aroma beim Vermentino.

    Für die Roten und die Rosés
    Fruchtigkeit und Rundheit bei der Grenache. Farbe und Feinheit bei der Syrah. Noten von Pfeffer, Tannine und intensiver Duft bei der Mourvedre. Frucht (Kirsche) und Festigkeit bei der Carignan, dieser typisch mediterranen Rebsorte.

    Die Rebstöcke sind zwischen 4 und 40 Jahre alt, und wir bemühen uns fortwährend um Verbesserungen im Weinberg.

    Die Kultivierung des Rebstocks

    Ein aufgeklärter, natürlicher Schutz des Weinbergs stützt sich auf die strenge und beständige Verfolgung eines gesunden Zustands des Weinbergs. Dabei sind wir äußerst wachsam gegenüber dem Erhalt des Ökosystems. Der Wind ist unser bester Verbündeter für eine Landwirtschaft, die die Umwelt in besonderem Maße respektiert.
    Für Beschnitt und Aufzucht der Rebstöcke ist der doppelte (zweiarmige) Cordon de Royat das vorherrschende System. Ein palisadenartiges Hochbinden der Rebstöcke wird systematisch praktiziert.
    Die Reben erreichen eine Höhe von nahezu zwei Metern. Diese große Oberfläche an Weinlaub unterstützt die optimale Reife der Trauben. Der Austrieb beginnt mit dem Monat Mai. Das Ausdünnen des Weinlaubs geschieht systematisch, von Beginn des Sommers an, um den Trauben einen guten Lichteinfall und gute Belüftung angedeihen zu lassen. Die " grüne Lese " beginnt für einige Parzellen (junge Rebstöcke) schon im Sommer.
    Die Weinlese. In den steileren Hanglagen wird die Weinlese von Hand durchgeführt. Auf den Hochflächen geschieht die Weinlese maschinell. Ein Aussortieren wird falls nötig im Weinberg vorgenommen, ist aber aufgrund der homogenen Reife der Trauben eher selten. Die Trauben werden vollständig entrappt und anschließend leicht angepresst.

    Der Ausbau der Weine im Keller

    Das Umpumpen oder die " délestage " werden gemäß den Parzellen und der Verkostung jedes Tanks vorgenommen. Die Weinbereitung und der Ausbau der Weißen und Rosés erfolgt in Edelstahlfässern mit Temperaturkontrolle.
    Die Roten werden in Betontanks vinifiziert und ausgebaut. Die kubischen Tanks sind mit Epoxidharz ausgekleidet, sie verfügen über eine große Fläche zum Temperaturausgleich.
    Die Weingärung dauert zwischen acht und achtzehn Tagen je nach Parzelle. Auf die malo-laktische Gärung der Rotweine folgt ein Ausbau des Weins auf seiner Feinhefe. Der Ausbau geschieht im Fass bei kontrollierter Belüftung.

    Einige Weine werden in Eichenholzfässern von 500 Litern ausgebaut. Sie tragen dazu bei, den Weinen unserer Reihe der Capitelles (rot und rosé) mehr Komplexität zu verleihen.
    Ein sehr leichtes Filtrieren der Weine geschieht erst bei Abfüllung in die Flasche.
    Die Tannine, zwar präsent, aber eingebettet in der Harmonie der Weine, ermöglichen eine Verkostung der Rotweine kurz nach der Flaschenfüllung.